RUMPLER Helmut - URBANITSCH Peter (Hrsg.)

Die Habsburgermonarchie 1848 bis 1918

Band VII: Verfassung und Parlamentarismus. 2. Teilband: Die regionalen Repräsentativkörperschaften

Reihe: Die Habsburgermonarchie 1848-1918, Band: VII/2

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 2000

ISBN13: 978-3-7001-2871-7

ISBN10: 3-7001-2871-1

Format: 24x17cm, Leinen mit Schutzumschlag

Buch: 
€ 122,82

Produktbeschreibung

Die Landtage stellten einen zentralen Faktor des österreichischen\nParlamentarismus dar, wählten sie doch bis 1873 die Abgeordneten zum\nReichsrat aus ihrer Mitte. Obwohl sie 1873 diese wesentliche\nstaatsrechtliche Kompetenz verloren, stieg ihre Bedeutung insgesamt an, da\ndie Länder innerhalb des politischen Gesamtsystems immer stärker den Part\nder bürgernahen Verwaltung übernahmen. Die materialgesättigte Übersicht\nüber die Leistungen der Landesvertretungen fördert ein beeindruckendes Maß\nan Aktivitäten zutage, die freilich des öfteren an die Grenzen des\nfinanziell Machbaren stießen. Im Sinne des föderalistischen Gedankens wurde\njeder Landtag auch gesondert behandelt, wodurch der Blick auf zahlreiche\nSpezifika der in vieler Hinsicht so unterschiedlich strukturierten Landtage\nCisleithaniens fällt.\nAuch die Landtage von Siebenbürgen und von Kroatien, die sich\nverfassungsrechtlich in einer ganz anderen Position befanden, werden\nentsprechend gewürdigt. Ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit den\nVertretungskörperschaften in den ungarischen Komitaten, denen innerhalb des\nungarischen politischen Systems eine Rolle sui generis zukam.\nDie Gemeindevertretungen - obwohl nach einem einheitlichen Schema\norganisiert - wiesen in ihrem Erscheinungsbild und in ihrer Tätigkeit eine\ngroße Variationsbreite auf. Nichtsdestoweniger werden personelle und\nsachliche Verflechtungen zu den anderen Ebenen der Politik, zu Ländern und\nzum Staat, deutlich.\nEinen Sonderfall stellte der nach der Annexion von 1908 installierte\nbosnische Landtag dar. Er spielte bei der wirtschaftlichen und politischen\nAufbauleistung der Provinz eine eher bescheidene Rolle; seine Aufgaben\nübernahm die längste Zeit die Staatsverwaltung. Überall sonst aber kamen den\nLandtagen im Modernisierungsprozeß und in dem der bürgerlichen\npolitisch-ökonomischen Emanzipation der Völker des Habsburgerreiches stets\nwichtiger werdende Aufgaben zu. Diese herauszuarbeiten und entsprechend zu\ngewichten, stellt eines der großen Anliegen dieses Bandes dar.
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