ÖAW
Staat im frühen Mittelalter
1. Auflage, 2006
Der Band ist das Ergebnis der Diskussionen einer internationalen Projektgruppe zum mittelalterlichen Staat, die sich zum Ziel gesetzt hat, die teils beschränkten nationalen Forschungstraditionen zu überschreiten. Er zielt weniger auf das terminologische Problem, ob der Begriff „Staat“ überhaupt für die frühmittelalterlichen Königreiche anwendbar ist, sondern fragt danach, wie politische Integration gelingen konnte und wie in der Interaktion von Monarchie und Aristokratie, christlichen und weltlichen Institutionen, Königtum und Volk überregionale Gemeinschaften Gestalt gewannen. Die Beiträge beschäftigen sich anhand von Fallstudien sowohl mit den Vorstellungen vom Staat als auch den unterschiedlichen Wirkungsweisen „öffentlicher” Herrschaft. Sie schließen in vielem an die Bemühungen der älteren Forschung an, die in verschiedenen europäischen Ländern durchaus unterschiedlichen Ansätzen folgte, doch werden in ihnen Formen staatlichen Zusammenhalts und ein abstraktes Bewusstsein vom Gemeinwesen in einem wesentlich weiteren Rahmen betrachtet. Die Beiträge behandeln Vorstellungen von Herrschaft, die sich an das „Regnum” knüpfen, und die Durchsetzungsmöglichkeiten des Königtums (Matthias Becher, Hans-Werner Goetz, Stefanie Dick und Ian Wood), den Karolingerhof als Knotenpunkt adeliger Karrieren (Stuart Airlie), die Rolle der Gentes als Faktor politischer Integration (Walter Pohl) sowie die Ecclesia als Inbegriff des politischen Gemeinwesens (Mayke de Jong) und die Rolle der Bischöfe beim Zusammenhalt des Reiches (Steffen Patzold). Damit wird die Debatte aus falschen Alternativen (Institution oder Personenverband, Regnum oder Ecclesia, Staat oder „Herrschaft ohne Staat”) herausgeführt und kann sich daran orientieren, auf welche Weise im Frühmittelalter staatliche Integration gelingen konnte. Mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
Gefördert durch: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) - Selbstständige Publikationen
Erhältlich als

Details

Vorwort
Seite 7 - 8
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Staat und Herrschaft im Frühmittelalter: Überlegungen zum Forschungsstand
Seite 9 - 38
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Die Wahrnehmung von "Staat" und "Herrschaft" im frühen Mittelalter
Seite 39 - 58
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Royal succession and legitimation in the Roman West, 419-536
Ian N. Wood
Seite 59 - 72
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Die Sakralität der Merowinger oder: Mehrdeutigkeiten der Geschichtsschreibung
Régine Le Jan
Seite 73 - 92
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The aristocracy in the service of the state in the Carolingian period
Seite 93 - 112
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Ecclesia and the early medieval polity
Mayke De Jong
Seite 113 - 132
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Die Bischöfe im karolingischen Staat. Praktisches Wissen über die politische Ordnung im Frankenreich des 9. Jahrhunderts
Steffen Patzold
Seite 133 - 162
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Die subiectio principium. Zum Charakter der Huldigung im Franken- und Ostfrankenreich bis zum Beginn des 11. Jahrhunderts
Matthias Becher
Seite 163 - 178
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Pre-modern "State" and "Nation": definite or indefinite?
Seite 179 - 190
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Abkürzungsverzeichnis
Seite 191 - 192
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Quellenverzeichnis
Seite 193 - 196
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Literaturverzeichnis
Seite 197 - 220
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Ausgabe:
978-3-7001-3600-2, Printausgabe, broschiert, 03.04.2006
Ausgabe:
978-3-7001-3705-4, E-Book, PDF, nicht barrierefrei, 03.04.2006
Auflage:
1. Auflage
Seitenzahl:
220 Seiten
Format:
29,7x21cm
Sprache:
Deutsch
DOI (Link zur Online Edition):

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