POHL Walter - WIESER Veronika (Hg.)

Der frühmittelalterliche Staat - Europäische Perspektiven

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 386

Reihe: Forschungen zur Geschichte des Mittelalters, Band: 16

Erscheinungsdatum: 02.12.2009

ISBN13: 978-3-7001-6604-7

Format: 616 S., 6 Abb., 29,7x21 cm, broschiert

Buch: 
€ 80,00
E-Book: 
€ 59,00
 

Produktbeschreibung

'Staat' im Frühmittelalter ist ein kontroverses Thema. Noch immer gibt es deutliche Unterschiede zwischen Methoden und Forschungsinteressen der verschiedenen europäischen Forschungstraditionen. Ziel dieses Bandes ist es, die nationalen Forschungstraditionen zum Thema zu überschreiten und dadurch die Debatte aus der einseitig rechtlich-institutionellen Sicht der älteren Forschung herauszulösen, um neue Gesichtspunkte aufzunehmen. Die Beiträge des Bandes zielen weniger auf die Lösung des terminologischen Problems, ob der Begriff 'Staat' für die frühmittelalterlichen Königreiche überhaupt anwendbar ist, sondern vielmehr auf die Frage, wie im damaligen Europa politische Integration gelingen konnte. Der erste Teil des Bandes enthält Studien zu verschiedenen europäischen Staaten der Zeit, von den ersten 'barbarischen' Königreichen auf römischem Boden zum Imperium der Ottonen und den frühen keltischen, slawischen und skandinavischen Reichen. Der zweite Teil beschäftigt sich in vergleichender Weise mit strukturellen Fragen, wobei jeweils mehrere Beiträge die Träger, Ressourcen, die symbolische Legitimation und die Grenzen des Staates behandeln. Die Autoren gehören zu den führenden Gelehrten ihres Faches. Insgesamt bietet der Band einen einzigartig breiten Überblick über das Thema. Er hilft zu verstehen, wie in der Interaktion von Monarchie und Aristokratie, kirchlichen und weltlichen Institutionen, Königtum und Volk überregionale Gemeinschaften enstanden, die eine Grundlage für die Entwicklung moderner Staaten in Europa boten.

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