ÖAW
Texts and Identities in the Early Middle Ages
1. Auflage, 2006
Seit sieben Jahren bietet eine Kooperation zwischen dem Institut für Mittelalterforschung der ÖAW und den Universitäten Cambridge, Leeds, Paris I und Utrecht jungen Forschern die Möglichkeit, ihre Projekte gemeinsam zu diskutieren und zu koordinieren. „Texts and Identities“, so der Titel der Kooperation wie auch des Bandes bietet dafür ein breites Passepartout für unterschiedliche Einzelstudien zur frühmittelalterlichen Geschichte, etwa zu historiographischen und hagiographischen Texten, zu monastischer Erinnerungskultur, kirchlicher und weltlicher Gesetzgebung bis hin zu Fragestellungen aus Bereichen wie Liturgie oder Bußpraxis. Die Beiträge untersuchen dabei weniger ein gemeinsames Thema, sondern präsentieren verschiedene Anwendungen eines gemeinsam über Jahre entwickelten methodologischen Instrumentariums der Interpretation von Texten, bei dem vor allem zwei Elemente eine Rolle spielen: Zum einen wurde der Rezeption und der handschriftlichen Überlieferung der Texte große Aufmerksamkeit gewidmet. Zum anderen stand die Problemstellung von Identität, oder besser, von Identifikationsprozessen im Blickfeld, also die Konstruktionen von Identitäten und Differenzen aus der Perspektive von sozialen, politischen und religiösen Gruppen. In der Verbindung dieser beiden Elemente werden Texte nicht nur als Widerspiegelungen ethnischer, sozialer und kultureller Identitäten betrachtet. Ebenso wird auch ihre Funktion untersucht, soziales Handeln mit bestimmten Bedeutungen auszustatten, Ereignisse anzuregen, zu ordnen, abzuändern oder zu verhindern bzw. Handlungsspielräume zu erarbeiten oder einzuengen. Die erhaltenen Texte können daher als Teil von kulturellen Bemühungen gesehen werden, die Gegenwart durch die Konstruktion der Vergangenheit zu formen. Die oft disharmonischen Stimmen mittelalterlicher Autoren ermöglichen es modernen Historikern, etwas von der Pluralität der frühmittelalterlichen Welt wahrzunehmen und die Konflikte, Auseinandersetzungen, Missverständnisse und Verhandlungen, die Eigenheiten und individuellen Wahrnehmungen der Menschen zu verstehen. Die einzelnen Beiträge des Bandes können dabei die Rolle von Texten aus dem frühen Mittelalter zur Gestaltung und Orientierung in einer sich ständig wandelnden Welt illustrieren.
Gefördert durch: Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) - Selbstständige Publikationen
Erhältlich als

Details

Vorwort der Herausgeber
Seite 9 - 10
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Introduction
Ian N. Wood - Mayke De Jong - Rosamond McKitterick - Walter Pohl
Seite 11 - 14
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Aeneas and Fénius: a classical case of mistaken identity
Seite 15 - 34
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Comparative histories: the Vandals, the Sueves and Isidore of Seville
Seite 35 - 46
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Paul the Deacon´s understanding of identity, his attitude to barbarians, and his "strategies of distinction" in the Historia Romana
Seite 47 - 60
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Memory and identity in Flodoard of Reims: his use of the Roman past
Seite 61 - 70
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Zur Gestaltung der Rolle Brunhildes in merowingischer Historiographie
Gerda Heydemann
Seite 71 - 86
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The art of truth. Historiography and identity in the Frankish world
Seite 87 - 104
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Dissidente Stimmen zum Sturz Tassilos III
Seite 105 - 120
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Die Annales Fuldenses - Identitätskonstruktionen im ostfränkischen Raum am Ende der Karolingerzeit
Seite 121 - 136
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Liudolfinger als fränkische Könige? Überlegungen zur sogenannten Continuatio Reginonis
Seite 137 - 152
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Origin myths and the construction of medieval identities: Norman chronicles 1000-1100
Seite 153 - 164
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Wie der jung weiß die alten gedachtnus insonders lieb het - Maximilian I., Jakob Mennel und die frühmittelalterliche Geschichte der Habsburger in der "Fürstlichen Chronik"
Seite 165 - 176
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Shaping authority and identity: Saint Antony and his followers in early monastic texts
Seite 177 - 190
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Penitentials and canonical authority
Seite 191 - 204
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Autorität, Chronologie und Gesetzgebung. Königskataloge in fränkischen Leges-Handschriften
Seite 205 - 218
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Priests and the Carolingian reforms: the bottlenecks of local correctio
Seite 219 - 238
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Royal or monastic identity? Smaragdus´ Via regia and Diadema monachorum reconsidered
Seite 239 - 252
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Authors and recipients of Carolingian capitularies, 779-829
Seite 253 - 274
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The sanctity of the basilica of St. Martin. Gregory of Tours and the practice of sanctuary in the Merovingian period
Seite 275 - 288
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Fasting flocks. Lenten season in the liturgical communities of early medieval Gaul
Seite 289 - 302
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Memory and identity: the Annales necrologici of Fulda
Seite 303 - 322
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Time is on our side: luturgical time and political history in the Chronicle of Lobbes
Seite 323 - 342
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Hair and heathens: picturing pagans and the Carolingian connection in the Exeter Book and Beowulf-manuscript
Seite 343 - 358
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"How can I trust you, since you are a Christian and I am a Moor?" The multiple identities of the Chronicle of Pseudo-Isidore
Seite 359 - 372
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Contentiones inter monachos - Ethnische und politische Identität in monastischen Gemeinschaften des Frühmittelalters
Seite 373 - 388
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The Carolingian renewal and Christian formation in ninth century Bavaria
Seite 389 - 400
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De I´intéret d´une identité ethnique: les chefs slaves et la Chrétienté d´aprés la Conversio Bagoariorum et Carantanorum
Seite 401 - 412
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Abbreviations
Seite 413 - 414
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Bibliography / Primary sources
Seite 415 - 426
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Literature
Seite 427 - 460
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Ausgabe:
978-3-7001-3747-4, Printausgabe, broschiert, 03.11.2006
Ausgabe:
978-3-7001-3806-8, E-Book, PDF, nicht barrierefrei, 03.11.2006
Auflage:
1. Auflage
Seitenzahl:
460 Seiten
Format:
29,7x21cm
Sprache:
Englisch
DOI (Link zur Online Edition):

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