RAHTEN Andrej

Ivan Sustersic - Der ungekrönte Herzog von Krain

Die slowenische katholische Bewegung zwischen trialistischem Reformkonzept und jugoslawischer Staatsidee

Reihe: Studien zur Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie, Band: 32

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 28.11.2012

ISBN13: 978-3-7001-7138-6

Format: 22,5x15cm, broschiert, 438 Seiten

Buch: 
€ 69,00

Produktbeschreibung

Ivan Šusteršič war der letzte Landeshauptmann von Krain und einer der bedeutendsten Staatsmänner der späten Habsburgermonarchie. Von der Jahrhundertwende bis zum Ersten Weltkrieg führte er die slowenischen (und häufig auch die anderen südslawischen) Abgeordneten im Wiener Parlament. Mit dem „ungekrönten Herzog von Krain“, wie ihn seine Zeitgenossen nannten, besaß die slowenische Politik im österreichischen Reichsrat einen ausgezeichneten Redner, geschickten Taktiker sowie eine autoritative Führungspersönlichkeit. In seinen Reden bewertete Šusteršič selbstbewusst die Grundzüge der Außenpolitik der Habsburgermonarchie vor allem am Balkan. Auch sind seine Verdienste um die Einführung des allgemeinen und gleichen Männerwahlrechts in Österreich in den Jahren 1906/07 nicht zu übersehen. Die neue Biographie von Andrej Rahten zeigt die entschlossene und erfolgreiche Politik Šusteršičs im Rahmen der slowenischen katholischen Bewegung im Zeitalter der immer aggressiveren Nationalismen. Der Autor beschreibt detailliert die trialistischen Reformpläne von Šusteršič, die im Spätherbst 1918 einen Epilog in Form eines Vorschlages für die Gründung eines Donaustaatenbundes als Teil einer größeren Europäischen Gemeinschaft bekamen. Das Scheitern dieser Pläne war nicht nur Šusteršičs persönliche Tragödie, sondern führte zur Tragödie für ganz Mitteleuropa.

 

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