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Wissenschaftlicher Nachlass der deutsch-böhmischen Expedition nach Lykaonien, Ostpamphylien und Isaurien (Kleinasien) durchgeführt im Jahre 1902

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 393

Reihe: Ergänzungsbände zu den Tituli Asiae Minoris, Band: 26

Erscheinungsdatum: 11.08.2011

ISBN13: 978-3-7001-6497-5

Format: 131 Seiten, mit Karte und zahlr. Abb., 29,7x21cm, broschiert

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Produktbeschreibung

Durch eine Verkettung glücklicher Umstände und Zufälle und freundlicher internationaler Zusammenarbeit gelang es den Herausgebern Teile des langen verloren geglaubten Nachlasses der im Jahre 1902 von der „Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft Kunst und Kultur in Böhmen“ nach Kleinasien ausgesandten archäologischen Expedition zu ermitteln. Dieser wurde im Jahre 2006 zum einem im Stadtarchiv von Prag, zum anderen im Nachlaß des ehemaligen Expeditionsmitglieds, dem Balkanologen und Linguisten Professor Carl Ludwig Patsch (1865–1945) im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München ermittelt. Relevante Materialien daraus können nun in ­Auszügen erstmals in einer – beide Nachlässe verknüpfenden – Edition publik gemacht werden. Es handelt sich um zahlreiche unbekannte und zeitgeschichtlich wertvolle ­Dokumente, Briefe, Korrespondenz und historische Fotografien der Expedition, welche die historischen Landschaften und antiken Provinzen von Isaurien, Lykaonien und Ost-Pamphylien berührte. Ausgangs- und Endpunkt der damaligen Reise war die zentralanatolische Stadt Konya – das alte Ikonion. Die Expedition stand unter der Leitung des Prager Altphilologen Heinrich Swoboda (1856–1926) der Deutschen Universität Prag. Erste Ergebnisse wurden schon 1902 und 1903 bekannt gemacht und u.a. für das erste visionäre Buch zum kleinasiatischen Kirchenbau „Klein­asien. Ein Neuland der Kunstgeschichte, Leipzig 1903“ des berühmten Wiener Kunsthistorikers Josef Strzygowski (1862–1941) verwendet. Die Publikation enthält zahlreiches bisher unbekanntes Material und hilft mit zu erklären, warum die Abschlußpublikation, die durch Professor Josef Keil (1878–1963) bewerkstelligt wurde, erst im Jahre 1935 in Prag veröffentlicht werden konnte. Neben dem zeithistorisch dokumentarischen Wert ist dies ein Beitrag zur auch den Zustand der Wissenschaft in den deutsch-böhmischen Ländern der Donaumonarchie und im Sudetenland zu Beginn des 20. Jhs. und zwischen den Weltkriegen.
Gedruckt mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

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