SCHÜLLER Dietrich (Hg.) - KOWAR Helmut (Auswahl u. Kommentar)

Tondokumente aus dem Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Mechanische Musikinstrumente. Vol. 2: Kammspielwerke aus Wien und Prag: Opernmelodien

Reihe: Mechanische Musikinstrumente, Band: 2

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 2000

ISBN13: 978-3-7001-2924-0

ISBN10: 3-7001-2924-6

Format: CD

CD: 
€ 13,74

Produktbeschreibung

In Wien und in Prag etablierte sich anfang der 20er Jahre des 19.Jahrhunderts eine österreichische Spielwerkmanufaktur, angführt von den Brüderen Anton und Josef Olbrich in Wien und der Firma Rzebitscheik in Prag, die bis in die Mitte des Jahrhunderts eine wichtige und ernstzunehmende Konkurrenz zur Schweizer Spieldosenindustrie darstellte. Die Prager und Wiener Instrumente wurden auch ins Ausland verkauft und konnten Preise auf nationalen und internationalen Ausstellungen erringen. Die zweite CD der Serie steht nunmehr ganz im zeichen der Oper. Die hier ausgewählten Opernmelodien spannen einen Bogen von Rossinis Barbier (1816) bis zu Verdis Rigoletto (1851), und die Instrumente, auf denen sie erklingen stammen aus einem Zeitraum von etwa 50 Jahren. Die italienische Oper dominiert eindeutig, beginnend mit Werken Rossinis, gegen Mitte des Jahrhunderts übernahmen die Werke Bellinis und Donzittis die Führung, später dann gefolgt von den Opern Verdis. Auch die grand opéra hinterliess ihre Spuren und ist hier mit Melodien aus Meyerbeers Opern vertreten.\nAuch Richard Wagners Musik fand in das Repertoire der Prager und Wiener Spielwerke eingang. So wie bei der Tanzmusik wurden auch auf dem Gebiet der Oper national Musikströmungen von den Spielwerkherstellern berücksichtigt. Erkels Hunyadi Laszlo steht hier als Beispiel für einige Melodien aus Opern, die wiederholt aus Spielwerken zu finden waren. Die Transkripitionen, die so eingerichtet sind, dass über einer klaren Begleitung die Melodie gut erkennbar wird, ist natürlich für dies Arte von Musik, bei der der Melodie überhaupt die grösste Bedeutung zukommt, von besonderem Vorteil. Diese Vorzüge sind speziell in solchen Stücken, die reiche Koloraturpassagen und Kadenzen bringen, zu erkennnen. Die hier vorgestellten Tonaufnahmen wurden unter dem Prätext gemacht, eine Quelle für weitere wissenschaftliche Forschung zu erschliessen indem sie Favoritstücke früherer Zeiten im originalen Klang der historischen Musikautomaten bewahren und einen Einblick in eine authentische Aufführungspraxis ermöglichen.
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