POLLAK Marianne

Spätantike Grabfunde aus Favianis/Mautern

Reihe: Mitteilungen der Prähistorischen Kommission, Band: 28

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 1994

ISBN13: 978-3-7001-2010-0

ISBN10: 3-7001-2010-9

Format: 26 S., 15 Farbabb., 63 Tafeln, 11 Faltkarten als Beilage, 30 x 21 cm, broschiert

Buch: 
€ 40,70

Produktbeschreibung

Die Belegung der beiden Gräberfelder des in der Vita Sancti Severini mehrfach genannten Haupt- und Sterbeortes des Heiligen ist von unterschiedlichen Zeitpunkten an nachweisbar. Die ältesten Funde des südlichen Gräberfeldes stammen aus den letzten Jahrzehnten des 3. Jahrhunderts. Im Fundgut des östlichen Gräberfeldes zeichnet sich eine dreiphasige Entwicklung ab, deren ältester Horizont im 2. Viertel des 4. Jahrhunderts einsetzt, der jüngste endet im fortgeschrittenen 5. Jahrhundert. Sowohl im südlichen als auch im östlichen Gräberfeld zeigen sich fremdartige materielle Hinterlassenschaften, die auf die Anwesenheit vorwiegend west-, seltener ostgermanischer, mehr oder weniger stark akkulturierter Bevölkerungsteile schließen lassen. Die Benützung einer gemeinsamen Nekropole in der 2. Hälfte des 4. und im 5. Jahrhundert läßt den Schluß auf einen kontinuierlichen ethnogenetischen Prozeß zu, der im niederösterreichischen Donauraum wegen der Evakuierung der romanischen Bevölkerung auf Befehl Odoakers nicht zum erfolgreichen Abschluß gelangt ist. Das reiche archäologische Material des 4. und 5. Jahrhunderts steht damit der historischen Überlieferung der Vita Sancti Severini als zweite Quellengattung zur Seite.
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