LEITSCH Walter

Sigismund III. von Polen und Jan Zamoyski

Die Rolle Estlands in der Rivalität zwischen König und Hetman

Reihe: Zentraleuropa-Studien, Band: 9

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 19.01.2006

ISBN13: 978-3-7001-3507-4

ISBN10: 3-7001-3507-6

Format: 24x17cm, Karton mit Überzug, 289 Seiten

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Produktbeschreibung

Im August 1587 wählten die polnischen Adeligen den schwedischen Prinzen Sigismund vor allem deshalb zum König, weil seine Mutter aus der polnischen Königsfamilie der Jagellonen stammte. Mit der politischen Entwicklung in Polen-Litauen in den ersten Regierungsjahren Sigismunds III. hat sich der polnische Historiker Kazimierz Lepszy intensiv beschäftigt (zwei Monographien erschienen 1929 und 1939). Er wertete bestens die in Polen erhaltenen Quellen aus und auch Teile der einschlägigen Materialien des Haus-, Hof- und Staatsarchivs in Wien. Allerdings schilderte er die Entwicklung entsprechend dem in der polnischen Historiographie traditionellen Geschichtsbild: Er bemühte sich, den Ruf Jan Zamoyskis als Nationalhelden zu festigen. Dieser war zugleich Großkronkanzler und Großkronhetman, überdies erteilte ihm der Reichstag unmittelbar nach der Krönung Sigismunds III. (27. Dezember 1587) geradezu diktatorische Sondervollmachten. Sigismund hatte nur den Titel, Zamoyski die Macht. Doch der Kanzler wollte beides, bemühte sich redlich, dem König das Leben in Polen unerträglich zu machen, so dass er zurückkehre in seine Heimat Schweden. Fünf Jahre lang peinigte der Demagoge den König, inszenierte eine intensive Propagandakampagne, in der die Forderung, Sigismund müsse Estland vom Königreich Schweden an das Königreich Polen übertragen, eine wichtige Rolle spielte. Zamoyski bemühte sich, das Ansehen Sigismunds zu ruinieren. Doch Sigismund blieb in Polen. Nachhaltig gelitten hat allerdings unter den Aktionen Zamoyskis das Ansehen des Königtums an sich und das blieb nicht ohne Folgen für das weitere Schicksal Polens. Zu der beschriebenen Problematik hat der Verfasser bisher nicht ausgewertetes Material gefunden und das bereits bekannte zum Teil neu interpretiert.

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Gedruckt mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)


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