PFEIFFLE Horst (Bearb.) - HEGER Hedwig

Ernst Freiherr von Feuchtersleben Sämtliche Werke und Briefe

Band III/Teil 3: Pädagogische und politische Schriften und Reden

Reihe: Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse, Band: 751

Reihe: Veröffentlichungen zur Literaturwissenschaft des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte unter der Leitung von Michael Rössner (Name geändert 2011), Band: 26

Reihe: Feuchtersleben - Sämtliche Werke, Band: 3/3

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 14.12.2006

ISBN13: 978-3-7001-3801-3

ISBN10: 3-7001-3801-6

Format: 532 Seiten, 24x14,5cm, Leinen mit Schutzumschlag

Buch: 
€ 76,00

Produktbeschreibung

Der vorliegende Band ediert und kommentiert die pädagogischen und politischen Schriften und Reden des Ernst Freiherr von Feuchtersleben (1806-1849). Der Textbestand stammt aus Zeitschriften, Zeitungen, unpublizierten Handschriften, einer Flugschrift und unbekannten Archivbeständen, ergänzt aus kritisch revidierten Schriften der historischen Ausgabe Friedrich Hebbels. Feuchtersleben verfasste die Beiträge im Zeitraum von 1835 bis 1849, in einer Lebensspanne voll vormärzlicher Reformhoffnungen. Deren subjektiv erlebtes Scheitern erscheint jedoch in historischer Distanz nicht vergeblich gewesen zu sein. Der teilweise devastierte Archivnachlaß wurde zur Kommentierung herangezogen. Wirkungsgeschichtlich betrachtet zeigen die in diesem Band versammelten Texte den ‚anderen’, den selbst dem interessierten und gebildeten Publikum unbekannten Feuchtersleben. War doch der Poet und Verfasser der ‚Diätetik der Seele’ nie so vergessen wie das hier rekonstruierte Bild des sozial engagierten Mediziners, Bildungspolitikers und konstitutionellen Monarchisten. Das enzyklopädisch weit gespannte Interessenspektrum Feuchterslebens - von der Erdgeschichte bis zu den Höhen des deutschen Idealismus, von den politischen Reflexionen bis zur Anthropologie - enthüllt das ‚konstruktive Prinzip’ eines Textproduzenten und dessen Fähigkeit, seine ‚passions de lire’ in Exzerpte zu verwandeln, sie zu modifizieren und dabei auch Anregungen für eigenständiges Schaffen aufzunehmen. Vielleicht steht aus heutiger Perspektive Freiherr von Feuchtersleben für eine geistige Physiognomie, die in gewissem Sinn die Signatur des ‚größeren Österreich‘ charakterisiert: eine Art universeller Eklektizismus, der Integrationsleistungen beansprucht, die oft krasse Widersprüche und Dissonanzen einfach stehen lassen bzw. feindliche, unvereinbare Positionen zu vermitteln trachten. …
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