HUNDSBICHLER Helmut - JARITZ Gerhard - KÜHTREIBER Thomas (Hrsg.)

Die Vielfalt der Dinge

Neue Wege zur Analyse mittelalterlicher Sachkultur. Internationaler Kongreß Krems an der Donau, 4. bis 7. Oktober 1994. Gedenkschrift in memoriam Harry Kühnel

Reihe: Forschungen des Instituts fur Realienkunde des Mittelalters, Band: 3

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 1998

ISBN13: 978-3-7001-2517-4

ISBN10: 3-7001-2517-8

Format: 440 S., 24 x 15 cm, broschiert

Buch: 
€ 50,14

Produktbeschreibung

Die Realität von „einst“ zu klären, ist für den Historiker der trivialste Anspruch und zugleich eine unerreichbare Aufgabe. Dies ist zwar eine alte Einsicht der Philosophen, aber in den zahlreichen historisch orientierten Wissenschaftsdisziplinen gehört sie keineswegs zum allgemeinen Bewußtseinsstand. Genau dieser Schere entspringt das Grundthema der vorliegenden Publikation, und die betreffende Bewußtseinsbildung über Fachgrenzen hinweg ist ihr Grundanliegen. Die diesbezügliche Neuorientierung der Erforschung historischer Sachkultur wird hier von „innen“, von unmittelbar involvierten Fachdisziplinen her erwogen und sowohl theorie- wie auch praxisbezogen entwickelt. Das Buch repräsentiert den zur Zeit aktuellsten Diskussionsstand innerhalb eines relativ breit gefächerten mediävistischen Methodenverbundes, und die Mitberücksichtigung der in den angelsächsischen Ländern vertretenen Ansichten ist eine entscheidende Aufwertung. Schwerpunkte des Ansatzes sind die Sicht- und Vorgangsweise der Archäologie und der Realienkunde, was für diese beiden historischen Forschungsrichtungen auch zu mehr Akkordierung und Synergie führen sollte. Aktuelle Ansätze der Sozialgeschichte, der Kunstgeschichte und der Volkskunde deuten pars pro toto die kaum auslotbare Weite des multidisziplinären Horizonts an. Zu unterschiedlichen theoretischen Konzepten erfolgen in den Bereichen „Öffentlicher und privater Raum“, „Soziale Struktur“, „Normen“ sowie „Evidenz und Realität“ modellhafte Versuche der richtungsweisenden Konkretisierung. Die herangezogenen Materialproben zeichnen sich durch repräsentative internationale Streuung aus (England, Schweden, Belgien, Deutschland, Schweiz, Italien und Österreich).
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