GÖBL Robert

Die Münzprägung des Kaisers Aurelianus (270/75)

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 233

Reihe: Veröffentlichungen zur Numismatik (vormals VÖ der Numismatischen Kommission), Band: 29

Reihe: Moneta Imperii Romani, Band: 47

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 1993

ISBN13: 978-3-7001-1997-5

ISBN10: 3-7001-1997-6

Format: 2., verbesserte Auflage, 2 Bde., Textband 252 S., Tafelband 165 Tafeln, 29 Tabellen, 1 Faltkarte, 30 x 21 cm, broschiert

Buch: 
€ 101,74

Produktbeschreibung

Die Münzprägung des Kaisers Aurelianus (270 - 275 n.Chr.) ist der historisch und geldpolitisch wichtigste Abschnitt des ganzen krisengeschüttelten 3. Jahrhunderts. Der Kaiser selbst, einer der größten Herrscher der Geschichte überhaupt, hat mit Erfolg das völlig zerrüttete römische Geldwesen in den wichtigsten Ansätzen reformiert und mit seinen Reformen das gesamte spätrömische Münzwesen entscheidend beeinflußt.\r\nDas Werk, Band 47 des Unternehmens Moneta Imperii Romani (MIR), gibt erstmals eine analytische Rekonstruktion des Prägeablaufes in chronologisch-geographischer Darstellung der bisher nur katalogisch zugänglichen Münzprägung des Kaisers Aurelian, seiner Gattin Severina und dazu der Fürsten von Palmyra (Vabalathus und Zenobia). Die Übersicht der Tätigkeit der Münzstätten in ihren Emissionen ergibt ein sicheres Bild der Hauptereignisse der Zeit: die Räumung Dakiens, die Wiedergewinnung des Ostens, die Zerstörung von Palmyra, die Rückholung des durch 15 Jahre abgespaltenen gallischen Reichsteiles und der Triumph in Rom sind chronologisch eindeutig fixiert. Die besondere Rolle der Severina als Kaiserinwitwe ist erstmals klar herausgestellt. \r\nAuf der reichhaltigen Materialgrundlage von über 26.000 optisch erfaßten Münzen sind in der Wiederherstellung ihrer einstigen organisch-genetischen Zusammenhänge alle Vorder- und Rückseiten nach Legenden und Bildern so aufgeschlüsselt, daß jede Münze an ihrem richtigen historischen Platz steht und exakt und unverwechselbar zitierbar ist. Eine umfassende typologische Übersicht in deutlicher Unterscheidung der Originalprägung von zeitgenössischen Fälschungen ist eine von mehreren Beschreibungs- und Bestimmungshilfen. Der Tafelband mit 165 Tafeln (151 volle Prägedokumentation der Münzstätten, unter diesen 26 für die von Aurelian bekämpfte Falschmünzerei und deren Fortwirken, dazu 14 für die gesamte Typologie) belegt alle Details der Prägung, die in 29 Prägetabellen mit eingesetzten statistischen Werten und einer Synchrontabelle (Falttafel) dargestellt sind, und ist die bisher umfangreichste Dokumentation, die je für einen Herrscher mit Münzprägung angeboten wurde. \r\nDas Werk ist für das 3. Jahrhundert die wichtigste numismatische Einzeldarstellung, für alle Folgearbeiten von Bedeutung und ein vorbildliches Darbietungsmodell, das die numismatische Quelle der römischen Kaiserzeit für alle Vertreter der Nutzungsfächer, insbesondere für Historiker aller Richtungen in sicherer Weise voll zugänglich und auswertbar macht.
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