KRINZINGER Friedrich (Hg.)

Das Hanghaus 2 von Ephesos

Studien zur Baugeschichte und Chronologie

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 302

Reihe: Archäologische Forschungen, Band: 7

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 2002

ISBN13: 978-3-7001-3050-5

ISBN10: 3-7001-3050-3

Format: Textteil ca. 144 Seiten, Tafelteil ca. 104 Seiten, 29,7x21cm, broschiert

Buch: 
€ 96,00

Produktbeschreibung

Die vorliegende Studie umfaßt sieben Beiträge zur Chronologie des Hanghauses 2 von Ephesos. Während der Ausgräber von einer kontinuierlichen Benutzung des Wohnbaus von der frühen römischen Kaiserzeit bis in das beginnende 7. Jh. n. Chr. ausging, legen jüngste Forschungsergebnisse nahe, dass die Insula bereits anlässlich einer großen Erdbebenkatastrophe im 3. Viertel des 3. Jhs. n. Chr. aufgegeben und nur mehr partiell weiter bewohnt wurde. Einleitend wird von S. Ladstätter die Forschungsgeschichte analysiert und mit den jüngsten Grabungsergebnissen verglichen. Zudem erfolgt eine kritische Diskussion von sog. gemischten Argumentationsketten sowie von historischer Befundauswertung in der Klassischen Archäologie. Der Baugeschichte des Hanghauses 2 sind die Beiträge von H. Thür und G. Wiplinger gewidmet, sie sich speziell mit den einzelnen Bauphasen der Wohneinheiten 1, 2, 4 und 6 befassen. H. Taeuber legt mit seiner Analyse der Graffiti eine für die Chronologie bedeutende Denkmälergruppe vor. Eine Auseinandersetzung mit den Wandmalereien bietet der Beitrag von N. Zimmermann, der speziell auf unterschiedliche Ausstattungsprogramme von Haupt- und Nebenräumen sowie auf die Frage von Werkstattgruppen eingeht. Die von K. Koller vorgelegte stilistische und zeitliche Einordnung der Pilasterkapitelle aus dem „Marmorsaal“ liefert entscheidende Aussagen zum Zeitpunkt seiner Errichtung. Abgerundet wird die Publikation mit einem Beitrag von E. Christof und E. Rathmayr zu den Skulpturenfunden aus dem Hanghaus 2. Die Studie macht deutlich, dass die nun revidierte Chronologie nicht auf vermeintlich datierenden Einzelfunden aufbaut, sondern sich auf die Auswertungen verschiedener Materialgruppen unter Anwendung unterschiedlicher Methoden stützen kann.
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