SCHEID Bernhard

Im Innersten meines Herzens empfinde ich tiefe Scham

Das Alter im Schrifttum des japanischen Mittelalters

Reihe: Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse, Band: 638

Reihe: Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens, Band: 16

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 1996

ISBN13: 978-3-7001-2474-0

ISBN10: 3-7001-2474-0

Format: 408 S., 24 x 15 cm, broschiert

Buch: 
€ 52,18

Produktbeschreibung

Die Studie geht der Frage nach der Bedeutung des Altseins und Altwerdens im japanischen Mittelalter (12.-16.Jh.) nach und schließt inhaltlich und chronologisch an eine von Susanne Formanek im Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veröffentlichten Unter-suchung des Alters im japanischen Altertum (7.-12.Jh.) an. Angesichts der von Formanek festgestellten überwiegend pessimistischen Altersperspektive dieser frühen Epoche, ist es nicht weiter verwunderlich, daß auch das geistes-geschichtlich so stark vom Buddhismus geprägte Mittelalter den Lebensabend vorwiegend als eine Zeit des Leidens und der Vereinsamung ansah. Demgegenüber ist jedoch manchen Quellen ein zunehmender politischer Einfluß der Alten in der neu entstandenen feudalen Gesellschaft zu entnehmen. Es ergibt sich, sehr allgemein formuliert, ein Widerspruch zwischen geistesgeschichtlichen Quellen, in denen beispielsweise die Norm, sich im Alter von der Welt ab- und der Religion zuzuwenden, generell stark betont wird, als die Gebote der Kinderpflicht und eher sozialhistorisch relevanten Quellen, die eine zunehmende Bedeutung von gerontokratischen Prinzipien wie Seniorität und Anciennität suggerieren. Die Arbeit untersucht diesen Widerspruch von verschiedenen Blickpunkten und stellt fest, daß die landläufige Auffassung von einer besonderen Hochachtung gegenüber dem Alter auch auf die Kultur des japanischen Mittelalters nicht uneingeschränkt zutrifft.
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