SCHNEIDER Johannes

Vagisvarakirtis Mrtyuvancanopadesa, eine buddhistische Lehrschrift zur Abwehr des Todes

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 394

Reihe: Beiträge zur Kultur- und Geistesgeschichte Asiens, Band: 66

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 03.03.2010

ISBN13: 978-3-7001-6722-8

Format: 299 Seiten,  29,7x21cm, broschiert

Buch: 
€ 74,00

Produktbeschreibung

Vāgīśvarakīrti war ein indischer Gelehrter des
10./11. Jahrhunderts und ein bedeutender tantrischer Meister
seiner Zeit. Er zählt zu den so genannten "sechs Torhütern",
herausragenden Lehrern am buddhistischen Kloster Vikramaśīla. Der
Mṛtyuvañcanopadeśa "Anweisung zur Überlistung des Todes" ist sein
Hauptwerk. Der Text beschreibt verschiedene Omina und Orakel zur Vorhersage des
Lebensendes, gefolgt von einer Zusammenstellung religiöser Praktiken
um dem Tod zu entgehen. Zur Erzielung eines langen Lebens wird
besonders die weiße Tārā angerufen. Tibetischer Tradition zufolge ist
diese Gottheit eine persönliche Offenbarung an Vāgīśvarakīrti. Als der
indische Gelehrte Atiśa ihren Kult nach Tibet brachte, benutzte er
Vāgīśvarakīrtis Abhandlung und übersetzte sie zusammen mit
Rin-chen-bzaṅ-po in die tibetische Sprache. Diese Veröffentlichung enthält die erste vollständige Übersetzung des Mṛtyuvañcanopadeśa. Die sanskritischen und tibetischen Texte sind auf Grundlage von Handschriften aus Nepal und Blockdrucken aus Tibet
kritisch herausgegeben und kommentiert. Interlinearglossen, Diagramme
und kleinere verwandte Texte aus dem Tanjur sind ebenfalls
aufgenommen.  Philologische, kulturelle und religiöse Aspekte werden
in der einleitenden Studie diskutiert. Der Anhang enthält vollständige
Wortindices der sanskritischen und der tibetischen Version.
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