OBERHAMMER Gerhard

Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule IX

Der Ātmā als Subjekt in der Theologie Rāmānujas

Reihe: Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse, Band: 775

Reihe: Veröffentlichungen der Kommission für Sprachen und Kulturen Südasiens, Band: 39

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 10.09.2008

ISBN13: 978-3-7001-6500-2

Format: 161 Seiten, 22,5x15cm, broschiert

Buch: 
€ 22,00

Produktbeschreibung

ieser neunte Teil der „Materialien zur Geschichte der Rāmānuja-Schule versucht Rāmānujas philosophisch-theologische Lehre vom Ātmā als geistigem Subjekt, die in seinem Werk verstreut und im Zusammenhang verschiedener Probleme zur Sprache kommt, erstmals systematisch zu erschließen. Es zeigt sich, dass Rāmānuja die unvollständig überlieferte philosophische Betrachtung des Ātmā, wie sie Yāmunamuni in seiner Ātmasiddhih; dargestellt hat, übernimmt, Ātmā aber durch die Einbindung in seine theologische Sicht des Brahma wesentlich als relationales Prinzip im Menschen versteht, das letztlich in religiös-spiritueller Sicht der „Ort“ möglicher Offenbarung und so menschlicher „Religion“ wird. Bemerkenswert ist, dass der Ātmā ontologisch eine relationale Einheit bildet, in der dank einer „ontologischen Differenz“ zwischen göttlichem und menschlichem Sein der Monismus vermieden wird. In einem zweiten Abschnitt, welcher der Rezeption von Rāmānujas philosophisch-theologischer Reflexion des menschlichen Subjekts gewidmet ist, wird Nārāyanāryas Kapitel über den Ātmā aus dessen Nītimālā (ca. 12. Jh.) sowie in Auswahl Meghanādārisūris Darstellung des Ātmā seines Nayadyumanih übersetzt und kommentiert. Dabei zeigt sich ein Paradigmenwechsel der Darstellung, der sich dem Rückgriff auf Yāmunamunis Ātmasiddhih verdankt: aus Rāmānujas philosophisch-theologischer Reflexion des Subjektes wurde ein scholastischer „Traktat von der Seele“. …
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