PAUSCH Oskar

Imperator - Kaiser - Cyesars

Die dreisprachigen Vokabulare für Ladislaus Postumus und Maximilian I. - mit einem Beitrag von Alois HAIDINGER

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse, Band: 321

Reihe: Veröffentlichungen (IV) zum Schrift- und Buchwesen des Mittelalters, Band: 3

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 24.06.2004

ISBN13: 978-3-7001-3294-3

ISBN10: 3-7001-3294-8

Format: 29,7x21cm, broschiert, 352 Seiten und 27 Farb- und SW-Tafeln

Buch: 
€ 110,00
Online: 
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Produktbeschreibung

Die vorliegende Publikation ist eine thematische Fortsetzung der grundlegenden Arbeit über das älteste deutsch-italienische Sprachbuch Georgs von Nürnberg von 1424, die - ebenfalls als Wiener Denkschrift - 1972 erschienen ist. Diesmal geht es um lateinisch-deutsch-tschechische Vokabulare für Habsburger im 15. Jahrhundert, zunächst um ein illuminiertes Glossar für Ladislaus Postumus von Johannes Holubarz (Rom, Cod. pal. lat.\n1787) mit einer vermutlich für den jungen Kronprinzen Maximilian gefertigten Wiener Abschrift (CVP 2945), deren ursprünglich mittel-deutsche Kolumne bavarisiert ist. Holubarz, u.a. auch in Chroniken Michel Beheims und Jakob Unrests nachweisbar, kann als für die mitteleuropäische Geschichte bedeutende Persönlichkeit gesichert werden.\nEin kodikologischer Beitrag öffnet neue Perspektiven zur böhmischen Buch-malerei, zur Entstehung der Fraktur und zu den Lehrbüchern Maximilians.\nZu Weihnachten 1489 erhielt Maximilian (I.) einen Trialogus (CVP 2868), der aus der Prager Claretustradition des 14. Jahrhunderts schöpft und im Wiener Dictionarius trium linguarum von 1513, dem ersten vollständigen\nlateinisch-deutsch-tschechischen Glossardruck, eine modernisierte Fassung besitzt. Alle habsburgischen Glossare zeigen - im Sinn Aeneas Silvius Piccolominis - eine Abkehr von scholastischer Gelehrsamkeit, sind aber noch reine Wortlisten. Ihre Überlieferungsgeschichte belegt, daß auch im 15. Jahrhundert ein Kulturgefälle von Böhmen nach Österreich bestand und daß Wien ein Zentrum des frühen Glossardrucks war.\nDem Kommentar folgt die Erstedition aller oben genannten Traditionen.Diese öffnet grundlegende Quellen für Slawisten und Germanisten und ist aufgrund ihrer soziologischen Einbettung und sprachlicher Kompatibilitäten eineFundgrube für kulturhistorisch-lexikographische und (inter)linguistische Forschungen.


Gedruckt mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)
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