KISLINGER Ewald

Regionalgeschichte als Quellenproblem

Die Chronik von Monembasia und das sizilianische Demenna. Eine historisch-topographische Studie

Reihe: Denkschriften der philosophisch-historischen Klasse

Reihe: Veröffentlichungen der Kommission für die Tabula Imperii Byzantini

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 2001

ISBN13: 978-3-7001-3001-7

ISBN10: 3-7001-3001-5

Format: 207 Seiten + 21 Abb., 3 Faltkarten, 29,7x21cm, broschiert

Buch: 
€ 69,00

Produktbeschreibung

Die zentralistische Struktur des Byzantinischen Reiches bedingte es, dass dem Kernraum mit Konstantinopel besondere Aufmerksamkeit in der Geschichtsschreibung zuteil wurde; für die Geschehnisse in der Provinz fließen hingegen die Quellen meist nur spärlich. Die Nachrichten der Chronik von Monembasia über slawische Landnahme auf der Peloponnes und migratorische Bewegungen der einheimischen Bevölkerung besitzen deshalb besonderes Gewicht. Da ihr Wahrheitsgehalt wiederholt in Zweifel gezogen wurde, bedarf es über die philologisch-überlieferungsmäßige Analyse hinaus paralleler Zeugnisse und komplementärer Evidenz, vor allem aus dem Bereich der Archäologie, um die positive Wertigkeit des Chronikinhalts zu bestätigen, wobei mehrere ergänzende Applikationsschichten byzantinischer Zeit offenbar werden. Eine Reihe von Belegen steuert der sizilianische Raum bei, wo die von den peloponnesischen Aussiedlern des 6./7. Jahrhunderts begründete Siedlung Demenna noch über die Jahrhunderte bestand (und im Detail die historische Gesamtentwicklung widerspiegelt), ehe der Name sich schließlich in normannischer Zeit zum Territorialbegriff wandelte und fortan als Valdemone den gesamten Nordosten der Insel bezeichnete.
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