EINWÖGERER Thomas

Die jungpaläolithische Station auf dem Wachtberg in Krems, NÖ

Reihe: Mitteilungen der Prähistorischen Kommission, Band: 34

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 2000

ISBN13: 978-3-7001-2870-0

ISBN10: 3-7001-2870-3

Format: 29,7x21cm

Buch: 
€ 42,30

Produktbeschreibung

Bei Wegbauarbeiten 1930 wurde am Wachtberg in Krems ein Mammutstoßzahn gefunden, der J. Bayer (Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums, Wien) zu einer einwöchigen Grabung veranlaßte. Den Verlauf der Untersuchungen dokumentierte J. Bayer in seinem Tagebuch sowie durch mehrere Plattenfotos, die er durch L. Adametz anfertigen ließ. Die Funde selbst verschwanden Großteils im Depot des nunmehrigen WEINSTADTmuseums in Krems. Erst die 1993 begonnene Neuordnung der Museumsbestände war Anlaß zu einer wissenschaftlichen Bearbeitung der Funde.\nDie Auswertung des Tagebuches sowie der 22 Plattenfotos zeigte das Vorhandensein von massiven Siedlungsstrukturen, wie sie sonst nur aus dem südmährischen Bereich bekannt sind. Deutliche Parallelen zu den wichtigen Stationen wie Dolní Vestonitce und Pavlov ergaben nicht nur die statistischen Untersuchungen der Schlagmerkmale an den über 2000 Steingeräten, sondern auch das Vorhandensein von Tierfiguren aus gebranntem Sediment. Diese Miniaturen stellen zugleich auch die älteste gebrannte Keramik Österreichs dar. Schmuckstücke aus fossilen Meerestieren runden das Inventar der Station ab. Das untersuchte Material, ein Altdatum sowie zwei neu angefertigte C14 Daten stellen die gravettienzeitliche Siedlung in einen Zeitraum um etwa 27 000 Jahre vor heute. Sie ist vergleichbar mit den Pavlovienplätzen in den Pollauer Bergen und zählt somit zu den wichtigsten aufgearbeiteten Fundplätzen in Österreich.
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