KOHN Renate (Bearb.)

Die Inschriften der Stadt Wiener Neustadt

Reihe: Deutsche Inschriften des Mittelalters - Wiener Reihe, Band: 48

Verlag: VÖAW

Erscheinungsdatum: 1998

ISBN13: 978-3-7001-2724-6

ISBN10: 3-7001-2724-3

Format: LXI, 316 Seiten, 122 Abb., 5 Pläne, 27 x 19 cm, Leinen mit Schutzumschlag

Buch: 
€ 93,75

Produktbeschreibung

Der Band enthält 363 Katalognummern aus dem Zeitraum zwischen der Mitte des 13. Jahrhunderts und 1683, von denen 277 Katalognummern noch im Original erhaltenen Inschriften gewidmet sind. Ein großer Teil davon stammt aus der Propsteipfarrkirche Mariä Himmelfahrt, dem ehemaligen Dom. Weitere wichtige Standorte sind die Neuklosterkirche zur Hl. Dreifaltigkeit und die Burg, ferner zahlreiche über das gesamte Stadtgebiet verteilte profane Bauwerke. Eine Reihe von dislozierten Objekten befindet sich auch unter den reichen Beständen des Stadtmuseums. 48% der Katalognummern sind Inschriften des Totengedenkens gewidmet, 30% Stifterinschriften, 11% Inschriften auf sakralen Ausstattungsstücken. Die übrigen 11% sind Gedenkinschriften, Restaurierungsinschriften sowie solche auf Glocken, kirchlichen Geräten und Gebrauchsgegenständen aus dem Besitz der Stadtverwaltung und der Zünfte. Der Inschriftenbestand Wiener Neustadts spiegelt die Entwicklung der Stadt genau wider: Aus der Zeit von 1400 sind nur 15 Inschriftentexte bekannt, zwischen 1400 und 1436 10, zwischen dem Regierungsantritt des späteren Kaisers Friedrich III. als österreichischer Landesfürst, 1437, und seinem Tod, 1493, sind es jedoch 129 - insgesamt 57 mit Friedrichs Devise AEIOV geschmückte Denkmäler zeugen von der Vorliebe des Kaisers für diese seine Residenzstadt. Das 16. Jahrhundert mit nur 71 Inschriften war eine Zeit des Niedergangs, während aus den Jahren zwischen 1600 und 1683 wiederum 138 Inschriften bekannt sind, die eine vollkommen veränderte Mentalität zeigen und daher kulturgeschichtlich sehr interessant sind. Da es möglich war, die Informationen aus den inschriftlichen Quellen mit dem nahezu lückenlos erhaltenen archivalischen Bestand der Stadt zu verknüpfen, konnte in diesem Inschriftenband über die Inschriftenedition hinaus ein wichtiger Beitrag zur Stadtgeschichtsforschung geleistet werden.

Projekt Deutsche Inschriften
http://www.inschriften.net



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